Amnesty International Gruppe Wolfenbüttel

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 „Reich des Bösen – Fünf Leben im Iran“

16. Juni 2009 20.00 Uhr CineStar Filmpalast Wolfenbüttel Der Dokumentarfilm REICH DES BÖSEN porträtiert das Leben fünf verschiedener Menschen in der iranischen Hauptstadt Teheran. Er begleitet zwei Frauen, zwei Männer und ein junges Mädchen in ihrem Alltag inmitten der islamisch geprägten Gesellschaft des heutigen Irans und gewährt dabei einen Blick hinter die Kulissen des Gottesstaates.

Denkt man an den Iran, denkt man an Ahmadineschad und Atombomben. Aber wie sieht dort der Alltag aus? Das Bild des Irans wird hierzulande vor allem durch eine kritische und oft einseitige Berichterstattung in den Medien geprägt. Aber wie lebt es sich heute dort wirklich? Der gebürtige Iraner und Wahl-Hamburger Mohammad Farokhmanesh erzählt in seiner Dokumentation von einem gespaltenen Leben, einem Leben zwischen Müssen und Wollen.

Er hat die iranische Hauptstadt Teheran besucht und porträtiert die Lebensrealität einer modernen islamischen Gesellschaft zwischen Vorurteilen und Identitätsfindung. Offen, kritisch und gleichzeitig hoffnungsvoll sprechen die Protagonisten über ihre Probleme, aber auch über ihre Chancen in ihrem Staat.

Dienstag, 16. Juni 2009 20.00 Uhr Eintritt: 5 € Ort: CineStar Wolfenbüttel, Bahnhofstraße

Der Regisseur wird an diesem Abend anwesend sein!!!

Eintritt: 5 €

Infostand aus Anlass des „Tages gegen die Folter“

27. Juni 2009 Infostand aus Anlass des „Tages gegen die Folter" (26. Juni) Fußgängerzone in Wolfenbüttel 11 bis 14 Uhr Die Gruppe betreut seit Mai 2009 schwerpunktmäßig einen Fall im Iran

Es handelt sich dabei um einen Geistlichen, Ayatollah Boroujerdi, der für die Trennung von Staat und Kirche eingetreten ist und dafür verfolgt und mittlerweile inhaftiert worden ist.

Die Gruppenmitglieder setzen sich mit Briefen an die verschiedenen Regierungsinstanzen für ihn ein. Darüber hinaus richtet sich das Arbeitsinteresse der Gruppe verstärkt auf den Iran als ein Land, in dem schwere Menschenrechtsverletzungen wie zum Beispiel die Todesstrafe, auch an Minderjährigen, an der Tagesordnung sind und die Weltöffentlichkeit erschüttern.

Vortrag:

Die letzte Instanz- die Menschenrechtsbeschwerde zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Wer auf ein Urteil aus Straßburg wartet, schwankt zwischen der Hoffnung auf individuelle Gerechtigkeit und dem Bangen vor einer endgültigen das eigene Leben beeinträchtigen Entscheidung.

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ist der Rechtsweg in Deutschland ausgeschöpft. Es bleibt nur noch der Weg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg - dem Kontrollorgan des Europarates. Dort kann jedermann mit einer Menschenrechtsbeschwerde die Verletzung seiner von der EMRK garantierten Rechte und Freiheiten rügen.

Die Europäische Konvention für Menschenrechte (EMRK) enthält einen Katalog von Grund- und Menschenrechten, z.B. das Recht auf Leben, das Verbot der Folter, das Recht auf freie Meinungsäußerung, und gilt innerhalb der Mitgliedsstaaten des Europarates.

Der Vortrag behandelt die Inhalte der Menschenrechtskonvention und den Rechtsweg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Desweiteren werden aktuelle Fälle des Gerichtshofes sowie politische Probleme innerhalb des Europarates am Beispiel der Antifolter-Konvention diskutiert.

Referentin: Susanne Knickmeier Mittwoch, 21.01.2009 19.30 KVHS Wolfenbüttel, Harzstr. 3-5, Wolfenbüttel

Ein Jahr nach den Protesten in Burma - Mahnwache von amnesty international

Im Gedenken an an die gewaltsame Niederschlagung der friedlichen Proteste in Burma vor exakt einem Jahr veranstaltete die Wolfenbütteler Gruppe von amnesty international am Samstag, 27. September 08 von 11 bis 13 Uhr in der Fußgängerzone eine Mahnwache.

Vor einem Jahr empörten die Vorgänge in Burma die Welt. Bis heute hat sich die Situation dort nicht gebessert. Briefe an die burmesischen Regierungsbehörden konnten versandt werden, in denen die Freilassung einer Menschenrechtsaktivistin gefordert wird, die sich seit langer Zeit mit friedlichen Protesten für Demokratie in ihrem Land einsetzt und jetzt aktuell im September wieder inhaftiert wurde. In der Haft drohen ihr Folter und menschenunwürdige Behandlung.

Ausstellungseröffnung "Bootsflüchtlinge"

Mittwoch, 03.12.2008, 19:00 Uhr Im Oberen Foyer des Schlosses Wolfenbüttel

Wir alle haben in den Medien die überfüllten Boote gesehen, die an der Nordküste Afrikas ablegen und über das Mittelmeer die Südgrenzen Europas zu erreichen versuchen. Sind es leichtsinnige Abenteurer, politisch verfolgte Flüchtlinge oder verzweifelte Opfer von Kriegen, Wirtschafts- oder Klimakatastrophen? Europa möchte sie abweisen und handelt auch danach. Wir wissen wenig über sie und das, was mit ihnen geschieht, wenn sie auf europäischem Boden landen, falls sie ihn lebend erreichen. Die Ausstellung zeigt, wie der Weg und das Schicksal vieler Bootsflüchtlinge verläuft, wie die EU auf diese humanitäre Herausforderung reagiert und welche menschenrechtlichen Mindeststandards bei ihrer Bewältigung gewährleistet sein müssen, es aber oft nicht sind.

   '''Die Ausstellung ist geöffnet

  vom 04. - 13.12.2008

   täglich von 10 - 12 und 15 - 17 Uhr

Für Gruppen, besonders für Schulklassen, können auch Sondertermine mit Führung vereinbart werden.

Kontakt: 05333 8108

Die Ausstellungstafeln können in einer laminierten Version auch ohne Rahmen nach Absprache ausgeliehen werden. Auskunft unter obiger Telefonnummer. Wir danken insbesondere Herrn Dr. D. Wegner für die Zeichnungen

Am 7. Juli 2008 begannen die Aktionen mit einer Mahnwache vor dem Bankhaus Seeliger und einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Kirchencampus:

Mitbegründerin der Wolfenbütteler ai-Gruppe, Gudrun Kynaß, feiert runden Geburtstag

Ein junger Student in Birma bekennt sich öffentlich zur Demokratie und wandert dafür ins Gefängnis. Nach zwölf Jahren wird er freigelassen, weil über die gesamte Zeit der internationale Druck auf die Regierung des Landes aufrechterhalten wurde. Für Gudrun Kynaß ist dieser "Fall" einer von vielen, in denen sich amnesty international (ai) eingemischt, Briefe und Gesuche geschrieben und die Öffentlichkeit über Menschenrechtsverletzungen informiert hat.

Die Mitbegründerin der Wolfenbütteler ai-Gruppe wird heute 70 Jahre alt und kennt weltweit viele Schicksale wie die des Studenten in Birma oder der türkischen Rechtsanwältin, die mit "Kurden" eine Vokabel benutzte, die im Sprachgebrauch ihrer Heimat nicht existierte, und empfindlich bestraft wurde. Gudrun Kynaß freut sich, dass rund 100 Wolfenbütteler seit zwei Jahren "Briefe gegen das Vergessen" an Staatsoberhäupter verschicken, die sich den Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen nicht verpflichtet fühlen, Gerichtsverfahren verweigern und sogar Folterungen zulassen.

Ob und wann solche Appelle zur Freilassung der Opfer führen, sei ungewiss, räumt Gudrun Kynaß ein. "Nichts zu tun, ist viel schlimmer", meint die engagierte Streiterin für die Menschenwürde. Verbündete hat sie in den zwölf aktiven Mitarbeitern der örtlichen ai-Gruppe, den Beitrag zahlenden (48 Euro pro Jahr) Mitgliedern, Förderern und Spendern, unzähligen Sympathisanten und nicht zuletzt in der gesamten internationalen Organisation mit Sitz in London.

Vor 13 Jahren forcierten zehn Schüler des Gymnasiums im Schloss die Gründung von amnesty international in Wolfenbüttel. "Ich war Lehrerin für Englisch und Französisch und unterrichtete auch das Fach Werte und Normen", erinnert sich die pensionierte Studienrätin. Beim Thema "Menschenrechte" hätten die Jugendlichen gefragt, warum die Menschenrechtsorganisation in Wolfenbüttel nicht vertreten sei.

1994 wurde die Gruppe gegründet, mit einem Schüler als Sprecher. Gudrun Kynaß sieht sich seit Beginn an in der Rolle der Öffentlichkeitsarbeiterin und ständigen Mahnerin. "Die Menschen und die Sache sind es wert, zu kämpfen", heißt ihr Credo. Und Zorn ist oft die Triebfeder ihres Handelns. Er entlud sich unlängst in einer von amnesty organisierten Demonstration, bei dem das "Bleiberecht für Flüchtlinge" gefordert wurde.

Bei regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen und Vorträgen über die ehrenamtliche Arbeit der Aktiven in der Welt und vor Ort bekomme sie breite Unterstützung in der Bevölkerung, betont Gudrun Kynaß. Für sie ist es selbstverständlich, den abgesicherten Ruhestand als Verpflichtung anzusehen, die Kraft auch der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. "Die Notwendigkeit springt uns jeden Tag an."

Erfolgreiche ai-Demonstration

Noch einen Tag vor der Bleiberechts-Demonstration von amnesty international in Wolfenbüttel erfuhr Gudrun Kynaß vom Flüchtlingsrat in Hildesheim von einem Abschiebefall, den sie bei ihrer Ansprache auf dem Stadtmarkt mit den Worten kritisierte: "So viel Fühllosigkeit und Achtungslosigkeit gegenüber Menschen darf es nicht geben.

In Hildesheim wurde eine fünfköpfige Familie aus dem Kosovo auseinander gerissen. Einen Tag nach der Entlassung des Vaters zur ambulanten Weiterbehandlung aus dem Landeskrankenhaus erschien die Polizei, um die Familie zur Abschiebung abzuholen.

Der 15-jährige Sohn wurde aus der Schule herausgeholt und kam, da der Vater nicht zuhause war, mit seiner Mutter in Abschiebehaft. Die beiden kleineren Geschwister, 14 Monate und zweieinhalb Jahre alt, wurden der Mutter weggenommen und einem Kinderheim übergeben.

Mehrere derartige Fälle schilderte Kynaß den Kundgebungsteilnehmern auf dem Stadtmarkt: "Sie sind aus verschiedenen Ländern schon vor Jahren zu uns geflohen. Sie haben aber kein dauerhaftes Recht zu bleiben erringen können. Sie sind ausreisepflichtig, und eines Tages, womöglich ohne Vorankündigung und in der Nacht, kommt die Polizei und holt sie zur Abschiebung ab, vielleicht nach 5 Jahren, auch noch nach 15 Jahren in Deutschland."

Um diesen Menschen ein Bleiberecht zu verschaffen, dafür demonstrierten am gestrigen Mittag 100 Wolfenbütteler in der Innenstadt. Außerdem sammelten sie Unterschriften unter einen Brief an Niedersachsens Innenminister Schünemann, in dem sie ein dauerhaftes Bleiberecht für Flüchtlinge, insbesondere für Familien, die seit Jahren in Deutschland geduldet leben, fordern. 545 Wolfenbütteler unterschrieben diese Forderung innerhalb weniger Stunden am Stand von amnesty international in der Fußgängerzone."

Ausstellung "Nein! Bilder gegen Unrecht und Gewalt" von Dr. Dietrich Wegner kann ausgeliehen werden! Dr. Dietrich Wegner hat einen Bilderzyklus geschaffen, der sich auf eindrückliche und zugleich einfühlsame Weise mit Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt beschäftigt. Die Ausstellung wurde bereits mehrfach mit großem Erfolg in der ganzen Region gezeigt und kann von interessierten Gruppen ausgeliehen werden.

Zur Ausstellung ist auch ein Katalog mit Abbildungen sämtlicher Bilder erschienen. Der Katalog kann über unsere Gruppe, Kontakt wf@amnesty-braunschweig.de, bezogen werden. An die selbe Adresse wenden sich bitte auch an der Ausleihung der Ausstellung Interessierte.